Pressemeldungen zu Äthiopien

Unser regelmäßiger Nachrichtenüberblick ist eine Zusammenstellung von Nachrichten und Berichten aus unterschiedlichen Quellen, deren Wahrheitsgehalt wir im Einzelnen nicht garantieren können. Die Entscheidung, einen bestimmten Beitrag aufzunehmen oder nicht, fällt oft nicht leicht. Zahlreiche Medien und Presseorgane verbreiten nicht ausschließlich neutrale, objektiv recherchierte Nachrichten sondern auch Meinungsartikel. Wir halten uns so weit wie möglich an die faktenorientierte Berichterstattung. Gelegentlich berücksichtigen wir aber auch ausführlichere Reportagen und analytische Beiträge, die wichtige Entwicklungen zusammenfassen und/oder aktuelle Trends reflektieren. Die Quellen finden sich bei den jeweiligen Beiträgen.

Wir gliedern unseren Nachrichtenüberblick seit November 2016 nach folgenden Themengruppen:

- Development and Humanitarian situation
- Politics, Human Rights, Justice
- Economic and Social Issues
- Agriculture and Natural Ressources
- Culture and Education
- Sport
- Horn of Africa and Foreign Affairs
- Miscellaneous (if necessary)

Sie finden hier die letzten vier Nachrichtensammlungen; diese und alle älteren Meldungen zeigt das Archiv (rechts im Menü) an. Von Mai 2015 bis Mai 2016 haben wir keine Nachrichten eingestellt. Unter Agenturen finden Sie Nachrichtenportale, die auch Beiträge über Äthiopien liefern. Dort kann man häufig auch über Suchbegriffe gezielt nach Ländermeldungen suchen.

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MELDUNGEN VOM AUGUST 2017

Development and Humanitarian Issues

23.8.2017       Bessere Lebensbedingungen: Äthiopien gewinnt internationalen Preis für erfolgreiche Maßnahmen gegen Landverödung. World Future Council, entwicklungspolitik online

Hamburg / Bonn / Ordos, 22. August 2017: Erosion verringern, Lebensqualität verbessern: die äthiopische Tigray-Region zeigt, dass dies möglich ist. Darum wird sie vom World Future Council mit dem Future Policy Award (FPA) in Gold ausgezeichnet, der dieses Jahr die besten Maßnahmen und Politiken ehrt, die erfolgreich Desertifikation und Landverödung bekämpfen. Die Tigray-Region setzte sich gegen 26 andere Nominierungen aus aller Welt durch. Mit dem Gesetz werden auf einzigartige Weise gemeinschaftliches Handeln, Freiwilligenarbeit und Einbindung der Jugend kombiniert. Durch die Einführung des Gesetzes wird verödetes Land wieder bewohnbar gemacht. (…)

Der Future Policy Award (FPA) zeichnet als einziger internationaler Preis effektive Gesetze aus, die die Lebensbedingungen für Menschen weltweit verbessern. Ziel des Preises ist es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf nachhaltige Gesetze und Maßnahmen zu lenken. Die Evaluation der Gesetze findet anhand der "Sieben Prinzipien für zukunftsgerechte Gesetzgebung" statt. Daher werden Gesetze besonders positiv bewertet, die nicht nur die nachhaltige Nutzung von Ressourcen fördern, sondern darüber hinaus Gleichberechtigung, Armutsbekämpfung, Teilhabe und friedliche Konfliktlösung in Angriff nehmen. 

Die Gewinner des Future Policy Awards werden im Rahmen der 13. Vertragsstaaten-Konferenz (Conference of the Parties, COP) der UNCCD in Ordos (Innere Monogolei, China) im September 2017 geehrt.

https://www.worldfuturecouncil.org/de/fpa-2017-Gewinner/

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=14057:vorbildliche-tigray-region-aethiopien-gewinnt-preis-fuer-erfolgreiche-massnahmen-gegen-desertifikation&catid=58&Itemid=100198

 

 

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MELDUNGEN VOM JULI 2017

Development and Humanitarian Issues

25.7.2017        Ethiopia Food Security Outlook, June 2017 to January 2018. ReliefWeb.int

Emergency outcomes likely to persist in southeastern pastoral areas

Key Messages

  • The greatest areas of concern in Ethiopia are in Dollo and Korahe zones in Somali Region where poor households are expected to be in Emergency (IPC Phase 4) through January 2018. Food assistance delivery by both WFP and the Somali Regional Government has been interrupted since mid-May, and if it does not resume by the end of July, some of the worst-affected households are expected to move into Catastrophe (IPC Phase 5) and levels of acute malnutrition and mortality may rise further.
    Following the below-average performance of the Gu/Genna rainy season after the failed previous season, other southeastern pastoral areas are expected to face Crisis (IPC Phase 3) outcomes through at least November due to the poor regeneration of pasture and water resources that have negatively impacted livestock productivity and household income. The forecasted above-average 2017 Deyr rainy season is expected to lead to gradual improvements in livestock body conditions and productivity, improving household food and income access.
  • The 2017 Belg harvests are estimated to be below average in most Belg-producing areas of the country, which will lead to a significant reduction in household food access. Late planting, particularly in lowland areas of SNNPR, has led to a two-month delay in the harvest. Poor households in portions of SNNPR, eastern Oromia, and northeastern Amhara are likely to be in Crisis (IPC Phase 3) through the lean period through the end of September.
  • Pledged and available resources for PSNP and humanitarian assistance, associated with the Ethiopia Humanitarian Requirements Document (HRD), is only expected through the end of June. Although additional funding has been committed to WFP and JEOP, specific funding levels, timing of deliveries, and the number of beneficiaries that will be able to be reached are currently unclear. In Somali Region, where the needs are the highest, the numbers exceed the planned beneficiary amounts, and emergency assistance will be required through at least early 2018. In JEOP operational areas of Oromia, Amhara, Tigray, and SNNPR, the needs for emergency food assistance are expected to decline in October with the Meher harvest.

http://reliefweb.int/report/ethiopia/ethiopia-food-security-outlook-june-2017-january-2018

Full report of Famine Early Warning Network: http://www.fews.net/east-africa/ethiopia/food-security-outlook/june-2017

 

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MELDUNGEN von JUNI 2017

- Development and Humanitarian Issues -

22.6.2017        Somalia: Schwelle zum humanitären Notfall überschritten. Aktion gegen den Hunger

Die Situation in Somalia hat sich dramatisch verschlechtert. Die Schwelle zum humanitären Notfall sei längst überschritten, warnte die internationale humanitäre Organisation Aktion gegen den Hunger am Donnerstag. "Immer mehr Kinder unter fünf Jahren werden in unsere Ernährungsprogramme überwiesen. Die Aufnahmerate hat sich gegenüber dem Jahresbeginn mehr als verdoppelt", sagte Aurélie Férial, Leiterin der regionalen Programme in Ost- und Westafrika.

"Die Familien, die in unseren Behandlungszentren ankommen, haben absolut gar nichts mehr." In der Region Bakool an der Grenze zu Äthiopien ist die Situation besonders kritisch: 22 Prozent sind mangelernährt, mehr als fünf Prozent gelten als schwer akut mangelernährt. Diese gravierendste Form der Mangelernährung kann tödliche Folgen haben. In einigen Regierungsbezirken sind die Zahlen sogar noch höher: Dort betragen sie bis zu 30 Prozent bei der allgemeinen Mangelernährung und acht Prozent bei der schwer akuten Mangelernährung. "Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einem humanitären Notfall, wenn 15 Prozent mangelernährt sind. Zwei bis drei Prozent bei schwerer akuter Mangelernährung gelten als alarmierend. Diese Werte werden in Teilen Somalias deutlich überschritten", so Aurélie Férial.

Vier Jahr Dürre, Armut und Unsicherheit haben über 1,8 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Jeder sechste in Somalia hat kein Heim mehr. Viele sind vollkommen mittellos. Trotzdem fließt die internationale Hilfe nur zögerlich. Von den benötigten Geldern wurden bislang 37 Prozent bereitgestellt. "Wie viele unserer Partner müssen auch wir Leistungen reduzieren, obwohl der Bedarf riesig ist und nicht von alleine verschwinden wird", kritisierte Férial. "Vor der akuten Hungerkrise starb eines von sieben Kindern vor dem fünften Lebensjahr. Wenn nicht schnell gehandelt wird, wird es noch viel mehr Todesfälle geben.“ Aktion gegen den Hunger ruft Staaten und Geldgeber dazu auf, endlich entschlossen zu handeln.

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13893:somalia-schwelle-zum-humanitaeren-notfall-ueberschritten&catid=13&Itemid=55

 

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MELDUNGEN von MAI 2017

- Development and Humanitarian Issues -

26.5.2017        GfbV kritisiert Ablehnung von Asylbegehren verfolgter Oromo. entwicklungspolitik online, epo.de, Redaktion

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat kritisiert, dass immer mehr Asylbegehren von Äthiopiern trotz Folter und unmenschlicher Behandlung von politischen Gefangenen in ihrem Heimatland abgelehnt werden. "Während Inhaftierte misshandelt, gefoltert und oft einer Gehirnwäsche unterzogen werden, wird in Ablehnungsbescheiden des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fälschlich der Eindruck erweckt, Äthiopien sei ein Rechtsstaat", sagte GfbV-Afrikaexperte Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.

"Es ist beschämend, wie wenig die Verfolgung der Oromo von deutscher Politik wahrgenommen wird", so Delius. "Wir protestieren entschieden dagegen, dass schon bald viele Oromo aus Deutschland abgeschoben werden sollen, obwohl sie in Äthiopien allein aufgrund ihrer ethnischen Abstammung als Terroristen angesehen werden und sie Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt sind."

In Ablehnungsbescheiden werfe das BAMF den Oromo oft vor, ihre Verfolgung und Flucht nicht glaubwürdig mit Dokumenten zu belegen. Das sei den Oromo jedoch nur in den seltensten Fällen möglich, berichtete Delius. Denn sehr oft würden Verhaftete an geheime Orte gebracht, ihre Identität nicht preisgegeben. Ihre Angehörigen würden oft monatelang nicht informiert, wo die Verschleppten sind und was ihnen widerfährt. "Da sind wir auf Augenzeugenberichte angewiesen, offizielle Papiere gibt es einfach nicht." Drakonische Strafbestimmungen und Zensur im Rahmen des im Oktober 2016 verhängten Ausnahmezustandes in Äthiopien sorgten dafür, dass nur selten Nachrichten über massive Menschenrechtsverletzungen nach außen dringen, so die GfbV.

Schon Meinungsbeiträge oder Kritik an der Regierungspolitik im Internet zu veröffentlichen ist in Äthiopien nach GfbV-Angaben mit großen Risiken verbunden. So sei der frühere Oppositionspolitiker Yonatan Tesfaye am vergangenen Mittwoch zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden, nur weil er auf Facebook die blutige Niederschlagung der Proteste von Oromo kritisiert hatte. Auch der Journalist Getachew Shiferaw sei am Mittwoch der Unterstützung des "Terrorismus" für schuldig befunden worden. Am Freitag soll das Strafmaß verhängt werden. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Der Redakteur eines Online-Dienstes hatte nur allgemein zugängliche Informationen weiterverbreitet. Auch dem führenden Oppositionspolitiker und Vorsitzenden des Oromo Federalist Congress (OFC) Merera Gudina droht laut GfbV langjährige Haft. Sein Prozess werde am 2. Juni fortgeführt. Er war im Oktober 2016 mit Bundeskanzlerin Merkel zusammengetroffen und wurde am 30. November 2016 verhaftet, nachdem er an einer Veranstaltung im Europaparlament in Brüssel teilgenommen hatte.

Mehr als 6.000 Oromo seien seit November 2015 nach Deutschland geflohen, berichtete die GfbV. Bis zu 50.000 seien seit Beginn der Proteste der Oromo gegen eine umstrittene Gebietsreform aus politischen Gründen festgenommen worden. Rund 25.000 dieser Inhaftierten seien nach Verhören, Folter und "politischer Umerziehung" wieder freigelassen worden.

Quelle: www.gfbv.de

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13813:aethiopien-gfbv-kritisiert-ablehnung-von-asylbegehren-verfolgter-oromo&catid=269&Itemid=100174

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