Pressemeldungen zu Äthiopien

Unser regelmäßiger Nachrichtenüberblick ist eine Zusammenstellung von Nachrichten und Berichten aus unterschiedlichen Quellen, deren Wahrheitsgehalt wir im Einzelnen nicht garantieren können. Die Entscheidung, einen bestimmten Beitrag aufzunehmen oder nicht, fällt oft nicht leicht. Zahlreiche Medien und Presseorgane verbreiten nicht ausschließlich neutrale, objektiv recherchierte Nachrichten sondern auch Meinungsartikel. Wir halten uns so weit wie möglich an die faktenorientierte Berichterstattung. Gelegentlich berücksichtigen wir aber auch ausführlichere Reportagen und analytische Beiträge, die wichtige Entwicklungen zusammenfassen und/oder aktuelle Trends reflektieren. Die Quellen finden sich bei den jeweiligen Beiträgen.

Wir gliedern unseren Nachrichtenüberblick seit November 2016 nach folgenden Themengruppen:

- Development and Humanitarian situation
- Politics, Human Rights, Justice
- Economic and Social Issues
- Agriculture and Natural Ressources
- Culture and Education
- Sport
- Horn of Africa and Foreign Affairs
- Miscellaneous (if necessary)

Sie finden hier die letzten vier Nachrichtensammlungen; diese und alle älteren Meldungen zeigt das Archiv (rechts im Menü) an. Von Mai 2015 bis Mai 2016 haben wir keine Nachrichten eingestellt. Unter Agenturen finden Sie Nachrichtenportale, die auch Beiträge über Äthiopien liefern. Dort kann man häufig auch über Suchbegriffe gezielt nach Ländermeldungen suchen.

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MELDUNGEN von JUNI 2017

- Development and Humanitarian Issues -

22.6.2017        Somalia: Schwelle zum humanitären Notfall überschritten. Aktion gegen den Hunger

Die Situation in Somalia hat sich dramatisch verschlechtert. Die Schwelle zum humanitären Notfall sei längst überschritten, warnte die internationale humanitäre Organisation Aktion gegen den Hunger am Donnerstag. "Immer mehr Kinder unter fünf Jahren werden in unsere Ernährungsprogramme überwiesen. Die Aufnahmerate hat sich gegenüber dem Jahresbeginn mehr als verdoppelt", sagte Aurélie Férial, Leiterin der regionalen Programme in Ost- und Westafrika.

"Die Familien, die in unseren Behandlungszentren ankommen, haben absolut gar nichts mehr." In der Region Bakool an der Grenze zu Äthiopien ist die Situation besonders kritisch: 22 Prozent sind mangelernährt, mehr als fünf Prozent gelten als schwer akut mangelernährt. Diese gravierendste Form der Mangelernährung kann tödliche Folgen haben. In einigen Regierungsbezirken sind die Zahlen sogar noch höher: Dort betragen sie bis zu 30 Prozent bei der allgemeinen Mangelernährung und acht Prozent bei der schwer akuten Mangelernährung. "Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einem humanitären Notfall, wenn 15 Prozent mangelernährt sind. Zwei bis drei Prozent bei schwerer akuter Mangelernährung gelten als alarmierend. Diese Werte werden in Teilen Somalias deutlich überschritten", so Aurélie Férial.

Vier Jahr Dürre, Armut und Unsicherheit haben über 1,8 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Jeder sechste in Somalia hat kein Heim mehr. Viele sind vollkommen mittellos. Trotzdem fließt die internationale Hilfe nur zögerlich. Von den benötigten Geldern wurden bislang 37 Prozent bereitgestellt. "Wie viele unserer Partner müssen auch wir Leistungen reduzieren, obwohl der Bedarf riesig ist und nicht von alleine verschwinden wird", kritisierte Férial. "Vor der akuten Hungerkrise starb eines von sieben Kindern vor dem fünften Lebensjahr. Wenn nicht schnell gehandelt wird, wird es noch viel mehr Todesfälle geben.“ Aktion gegen den Hunger ruft Staaten und Geldgeber dazu auf, endlich entschlossen zu handeln.

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13893:somalia-schwelle-zum-humanitaeren-notfall-ueberschritten&catid=13&Itemid=55

 

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MELDUNGEN von MAI 2017

- Development and Humanitarian Issues -

26.5.2017        GfbV kritisiert Ablehnung von Asylbegehren verfolgter Oromo. entwicklungspolitik online, epo.de, Redaktion

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat kritisiert, dass immer mehr Asylbegehren von Äthiopiern trotz Folter und unmenschlicher Behandlung von politischen Gefangenen in ihrem Heimatland abgelehnt werden. "Während Inhaftierte misshandelt, gefoltert und oft einer Gehirnwäsche unterzogen werden, wird in Ablehnungsbescheiden des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fälschlich der Eindruck erweckt, Äthiopien sei ein Rechtsstaat", sagte GfbV-Afrikaexperte Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.

"Es ist beschämend, wie wenig die Verfolgung der Oromo von deutscher Politik wahrgenommen wird", so Delius. "Wir protestieren entschieden dagegen, dass schon bald viele Oromo aus Deutschland abgeschoben werden sollen, obwohl sie in Äthiopien allein aufgrund ihrer ethnischen Abstammung als Terroristen angesehen werden und sie Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt sind."

In Ablehnungsbescheiden werfe das BAMF den Oromo oft vor, ihre Verfolgung und Flucht nicht glaubwürdig mit Dokumenten zu belegen. Das sei den Oromo jedoch nur in den seltensten Fällen möglich, berichtete Delius. Denn sehr oft würden Verhaftete an geheime Orte gebracht, ihre Identität nicht preisgegeben. Ihre Angehörigen würden oft monatelang nicht informiert, wo die Verschleppten sind und was ihnen widerfährt. "Da sind wir auf Augenzeugenberichte angewiesen, offizielle Papiere gibt es einfach nicht." Drakonische Strafbestimmungen und Zensur im Rahmen des im Oktober 2016 verhängten Ausnahmezustandes in Äthiopien sorgten dafür, dass nur selten Nachrichten über massive Menschenrechtsverletzungen nach außen dringen, so die GfbV.

Schon Meinungsbeiträge oder Kritik an der Regierungspolitik im Internet zu veröffentlichen ist in Äthiopien nach GfbV-Angaben mit großen Risiken verbunden. So sei der frühere Oppositionspolitiker Yonatan Tesfaye am vergangenen Mittwoch zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden, nur weil er auf Facebook die blutige Niederschlagung der Proteste von Oromo kritisiert hatte. Auch der Journalist Getachew Shiferaw sei am Mittwoch der Unterstützung des "Terrorismus" für schuldig befunden worden. Am Freitag soll das Strafmaß verhängt werden. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Der Redakteur eines Online-Dienstes hatte nur allgemein zugängliche Informationen weiterverbreitet. Auch dem führenden Oppositionspolitiker und Vorsitzenden des Oromo Federalist Congress (OFC) Merera Gudina droht laut GfbV langjährige Haft. Sein Prozess werde am 2. Juni fortgeführt. Er war im Oktober 2016 mit Bundeskanzlerin Merkel zusammengetroffen und wurde am 30. November 2016 verhaftet, nachdem er an einer Veranstaltung im Europaparlament in Brüssel teilgenommen hatte.

Mehr als 6.000 Oromo seien seit November 2015 nach Deutschland geflohen, berichtete die GfbV. Bis zu 50.000 seien seit Beginn der Proteste der Oromo gegen eine umstrittene Gebietsreform aus politischen Gründen festgenommen worden. Rund 25.000 dieser Inhaftierten seien nach Verhören, Folter und "politischer Umerziehung" wieder freigelassen worden.

Quelle: www.gfbv.de

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=13813:aethiopien-gfbv-kritisiert-ablehnung-von-asylbegehren-verfolgter-oromo&catid=269&Itemid=100174

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MELDUNGEN VON APRIL 2017

- Development and Humanitarian Issues -

25.4.2017   The number of drought affected people reaches 7.6 mln: Commission, Waltainfo

The National Disaster Risk Management Commission says the number of drought affected people has reached 7.6 million during this month of the budget year. Public relations director with the commission, Debebe Zewdu, told WMC that the number of drought affected people in the country  has increased by  2,068,319  during the current  month of April.

According to Debebe, the number  of drought victims is rising due to failure of rainfall  during the current “ belg ” season and crops are heated by  frost  incident  in the last  “meher ” season  in Oromiya , Amhara and SNNP regions, he underscored. The Commission  needs additional  432, 515  metrics tons of crops ,nutritional foods , pulses and edible oil for  2,068,315  extra  drought  victims  found  in different regions, he stated .  The food aid is ready for distribution from the contingency food reserve of the government,  he, indicated. Debebe noted that most of the drought hit areas are low lands inhabited by pastoralist communities. (…)

http://www.waltainfo.com/news/national/detail?cid=29248&category=1

 

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MELDUNGEN VON MÄRZ 2017

- Development and Humanitarian Issues -

 18.3.2017        Gov’t Prioritizes Resettling Landslide Victims: Minister, ENA

The government of Ethiopia is working to sustainably rehabilitate victims of rubbish dump landslide that costs the lives of 113 people. In a press briefing he gave here today to journalists, Minister of Government Communication Affairs Office, Dr Negeri Lencho said the government has given priority to resettling survivors of the incident and families residing in the vicinity. “The government has planned and set committee to resettle these people permanently, because they have lost their property, homes and the government is responsible for resettling these people and help them to live their own life in the future” he said. According to Dr Negeri, investigation to know the cause for the landslide will be conducted. “We don’t blame anyone for the causes, because we haven’t yet known the cause of this accident. But the government decided to investigate.” Two institutions, the Addis Ababa University and Texas University, have been selected to conduct the investigation, he added. Fifty-five million Birr has so far collected to rehabilitate the victims, Negeri said.

Regarding to the impact of drought in the country that affected 5.6 million people, the minister noted that the Ministers assured that there is no risk of famine in the country. “I can assure you that there is no risk of famine because Ethiopia has enough store to respond”. Even if the country has facing challenges including drought, the government has long and short term plans that will allow to overcome challenges and sustain the ongoing development, he added. So far, the efforts in minimizing the impact of drought are successful and it will continue strengthened, the Minister said. Saying that there are some health related problems in some parts drought affected areas, the Ministry of Health has sent a team to study the problems and handle the situation.

Responding to questions raised regarding the recent attack by the Murle Tribe that killed 18 peoples and kidnapped many, the Minister said the attackers don’t represent the position of the Sudanese government. "The two counties leaders identified the areas that they have to work on together.We share very vast area and we have to secure the border areas together", he said. He added that this problem cannot be continued in the future as the government has set plan to build infrastructures between the two countries to further enhance cooperation.

Negeri said “Such kinds of crisis including the drought or any such incident cannot stop the development programs that are already launched.”

http://www.ena.gov.et/en/index.php/politics/item/2916-gov-t-prioritizes-resettling-landslide-victims-minister

 

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